Verkehrsplanung genehmigungsfähig?

„Es ist Wunschziel und Vision“…ein Zitat aus den zugrundeliegenden Daten des StEP Verkehr 2025 für die Betrachtung der Verkehrsbelastung aus Investorensicht.

Mittlerweile liegen uns die Daten der Verkehrsplanung zum geplanten Shopping- und Kongresscenter der Investoren vor – hier kurz zusammengefasst:

    • es werden tägliche Besucherfahrten in Höhe von knapp 20.000 erwartet (zzgl. ca. 1000 Beschäftigte).
    • die Prognose zur Verkehrsbelastung basiert auf einem von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Verkehr formulierten „Wunschziel“ (wörtl. Zitat)  zum Verkehr  in 2025 (StEP Verkehr 2025) demzufolge sollen lediglich 25% der Besucher mit dem Auto kommen.
    • Dem Ausschuß wurde hierbei das falsche Daten präsentiert: das Zahlenmaterial bildet den Gesamtverkehr ab, beim Einkaufsverkehr sieht es komplett anders aus: lt. SrV2008 entfallen über 60% auf den MIV (motorisierten Individualverkehr) – das entspräche einer Verkehrsmehrbelastung von über 12.000 Fahrten mit MIV – pro Tag (plus Lieferverkehr).

  • die aktuelle Verkehrsmessung erfolgte abweichend von den tatsächlichen Spitzenbelastungen zw. 7.00-8.00 Uhr und 16.00-17.00 Uhr.
  • es wird angenommen, dass sich der zusätzliche Verkehr gleichmäßig auf den gesamten Tag verteilt.
  • Zu- und Ableitung des Verkehres sollen weitgehend über Thaerbrücke verlaufen (nicht geklärt ist allerdings wie sich das mit dem Verkehr von/zu toom, Kaufland etc. vertragen soll)
  • zusätzliche Zufahrt über neue Einbahnstraße Otto-Ostrowskistr.
  • von einer zusätzlichen Belastung der Nebenstraßen (Hausburg, Eberty, Kochhann, Otto-Ostrowski am Hausburgpark) wird nicht ausgegangen.

Aufgrund der uns bisher bekannten Konzeption des ShoppingCenters als Herberge von hochpreisigen Lebensmitteln und nicht täglichem Bedarf sind die benötigten 20.000 Besucher pro Tag nicht aus den umliegenden Anwohnern zu generieren. Diese angestrebte Besucherzahl bedingt daher ein größeres Einzugsgebiet.Diese erweiterten Besucher werden entgegen der  i.d.R. nicht mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu uns kommen.

Gemäß des Fortschrittsberichts zum StEP Verkehr wurde bereits 2014 eine Beurteilung bzgl. der innerstädtische Verkehrsentwicklung abgegeben:

„Die Verkehrsentwicklung verläuft im Sinne der verkehrs- und umweltpolitischen Zielsetzungen.Eine weitere städtebauliche Nachverdichtung ohne begleitende Maßnahmen zur Dämpfung des motorisierten Individualverkehrs würde den verkehrspolitischen Zielen entgegen wirken.“
Bisher sind uns keine geeigneten Maßnahmen zur Dämpfung des motorisierten I´verkehrs in unserem Kiez bzw. auf der Landsberger Allee bekannt.
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